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Nullenergiehaus – Zukunft des Wohnens

Dem Nullenergiehaus gehört die Zukunft des Wohnens. Denn für das Jahr 2021 hat die EU im Zuge ihrer umfassenden Energieeinsparungspläne vorgesehen, dass alle Neubauten dem Standard „Niedrigstenergiehäuser“ entsprechen müssen. Damit ist es dann kein weiter Weg mehr zum Standard „Nullenergiehaus“. Und auch das ist schon längst keine Zukunft mehr: Ein Haus, das seinen Primärenergiebedarf selbst erzeugt. Energieautarke Häuser sind jetzt schon möglich und werden auch gut gefördert. Unser 11880.com-Heizung-Ratgeber stellt Ihnen die innovativen zukunftsweisenden Nullenergiehäuser vor und sagt, was zu einem waschechten Nullenergiehaus dazugehört.

Definition Nullenergiehaus

Nullenergiehaus
© Mehmet Masum Suer - istockphotos.com

Zunächst einmal zur Definition von Nullenergiehaus, damit Sie es zwischen all denn anderen modernen Haustypen einordnen können: Das Nullenergiehaus verbraucht so viel Energie wie es selbst erzeugt. Damit liegt das Nullenergiehaus vor dem Effizienzhaus, das unter Umständen Hilfe einer bestimmten Energiequelle braucht. Noch effizienter ist momentan nur noch das Plusenergiehaus, das sogar mehr Energie erzeugt als es selbst verbraucht.

Energieproduktion im Nullenergiehaus

Doch wie erzeugen energieautarke Häuser ihre eigene Energie? Hier sind natürlich regenerative Energiequellen am Werk, denn eine autarke Energieversorgung mit fossilen Brennstoffen wäre kaum zu realisieren und entspräche auch nicht der Idee eines Nullenergiehauses. Also wird das Nullenergiehaus üblicherweise mit Solarkollektoren auf dem Dach versehen, daher auch der in der Umgangssprache gebräuchliche Begriff „Sonnenhaus“. Damit das Sonnenhaus auch möglichst viel Sonne einfängt, wird es schon während der Planung und im Bau nach dem Lauf der Sonne ausgerichtet und versorgt Warmwasserbereitung und Heizung mit Energie.

Heizung im Nullenergiehaus

Damit nutzt das Nullenergiehaus die Sonnenstrahlen, um Energie für Warmwasser und Kühlung zu liefern und auch den Wärmebedarf zu decken. Letzteres geschieht aber auch passiv – und dadurch mit geringen Heiznebenkosten: Wie auch im Passivhaus, schaffet es das Nullenergiehaus, durch die Fenster einstrahlende Wärme und die im Inneren entstehende Wärme wie eine Thermoskanne zu konservieren. Damit die warme Luft von innen nicht nach außen entweichen kann, ist eine enorm effektive Dämmung notwendig.

Dämmung von Nullenergiehäusern

Vor allem an den Außenwänden verlieren „Standardhäuser“ viel Heizluft. Daher sind moderne Häuser nach EnEV-Standard 2009 nicht mit Ziegelmauerwerk, sondern mit KS-Mauerwerk gebaut. Sie weisen auch keinen Luftspalt auf, sondern effektive Dämmmaterialien von 120mm Dicke und besitzen einen Kunstharzputz. Passiv- und Nullenenergiehäuser haben im Durchschnitt eine doppelt so dicke Dämmschicht wie Häuser nach dem 2009er EnEV-Standard und sind insgesamt gut und gerne über 50cm dick! Die Wärmeverluste an Fassade, Fenstern oder Dach sind nicht zuletzt deswegen im Nullenergiehaus minimal. Durch die innovative Bauweise wird in Zukunft sogar ein Haus ohne Heizung möglich sein, aktuell sind viele Effizienz-, Passiv- und Nullenergiehäuser aber noch mit regenerativen Heizsystemen ausgestattet.

Lüften im Nullenergiehaus

Damit die passiv erzeugte Heizluft nicht aus dem Nullenergiehaus entweicht, werden die Fenster vor allem im Winter nur sehr selten geöffnet. Richtig lüften heißt hier nicht jeden Tag 2 - 4 mal quer- oder stoßlüften. Im Nullenergiehaus wird mittels modernster Technik gelüftet. Verantwortlich für die Lüftung im Nullenergiehaus ist eine Lüftungsanlage. Die Anlage übernimmt den Luftaustausch und die Luftentfeuchtung, die so wichtig gegen Schimmelbildung ist. Die anspruchsvolle Technik muss allerdings zwingend fachmännisch installiert sein, um auch den gewünschten Effekt zu liefern.

Trotzdem noch längst nicht Standard

Architektur-Experten befürchten, dass die politische Weitsicht noch nicht ausgeprägt genug ist, damit ausschließlich energieeffiziente und zukunftsorientierte Häuser gebaut werden. Das Konzept Nullenergiehaus ist schon jetzt durchaus technisch realisierbar. Und es hat ein unschlagbares Argument auf seiner Seite: einen Energiebedarf, der gegen Null geht.


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Niedrigenergiehaus

Durch sehr gute Dämmung muss ein Niedrigenergiehaus kaum beheizt werden, was sich positiv auf die Energiekosten und die Energiebilanz auswirkt.

Passivhaus

Bei einem Passivhaus müssen Sie zunächst mit erhöhten Anschaffungskosten rechnen, durch niedrige Betriebskosten lohnen sich diese jedoch.

Plusenergiehaus

Das Plusenergiehaus benötigt nicht nur sehr wenig Energie und kann sich selbst versorgt. Es erzeugt so viel Energie, dass Sie sogar Energie verkaufen können.


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