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Plusenergiehaus - Energie erzeugen

Im Zuge der umfassenden Energiepolitik von EU und auch der Bundesregierung sind Hausbauer angehalten, ihre Neubauten energieeffizient zu gestalten. Ein Neubau muss also mindestens den aktuellen Vorgaben der Erneuerbare Energien Verordnung (EnEV) entsprechen. Gleichzeitig ist die EnEV aber ein zukunftsorientiertes Großprojekt, das auf lange Sicht vollkommen energieautarke Häuser anstrebt. Einige moderne Häuser entsprechen daher den Statuen der EnEV nicht nur, sondern übertreffen diese auch. So, wie das Plusenergiehaus, das nicht nur sehr wenig Energie benötigt, sich selbst versorgt, sondern darüber hinaus noch über seinen Bedarf hinaus Energie selbst erzeugt.

Energieeffizienz +

Plusenergiehaus
By JanManu (Own work) [CC BY-SA 3.0] http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Somit erklärt sich nämlich auch das „Plus“ im Plusenergiehaus. Während ein Effizienzhaus – in den meisten seiner Formen – nämlich heute schon die in der aktuellen EnEV-Stufe erforderlichen Maximalwerte an Energiebedarf und Brennstoffmengen um gewissen Prozentsätze unterschreitet, geht das Plusenergiehaus noch einen entscheidenden Schritt weiter: Die Energiebilanz des Plusenergiehauses ist sogar positiv, das heißt, das Plusenergiehaus sammelt mehr Energie, als es von außen beziehen muss.

Projekt für die Nullenergie-Zukunft

Das Plusenergiehaus existiert in Deutschland seit Anfang der 2000er Jahre, ist in Deutschland eine eingetragene Marke und unterscheidet sich dabei von anderen Niedrigenergiehäusern. Es ist zudem auch ein Projekt, das helfen soll, die ambitionierten energetischen Ziele der Bundesregierung und auch der EU anzuvisieren, weswegen das Plusenergiehaus auch Teil international angesehener Wettbewerbe in den vergangenen Jahren war. Nach einigen Pilotprojekten ist die Zahl der Plusenergiehäuser in Deutschland – vor allem in den Ballungsräumen – gestiegen.

Das Haus als Kraftwerk

Das Plusenergiehaus hat als bislang einziges Gebäudekonzept eine positive Energiebilanz. Selbst ein Niedrigenergiehaus, ein KfW 40 Effizienzhaus oder das Passivhaus haben keine positiven Energiebilanzen. Das Plusenergiehaus dagegen ist sein eigenes Kraftwerk, erzeugt vollständig regenerativ Energie, wird emissionsfrei betrieben und – jetzt kommt das Plus – gibt regenerativ erzeugte Energie ins Stromnetz ab.

Nebeneinnahmen statt Nebenkosten

Wir sind jetzt einmal ganz visionär: Stellen Sie sich vor, Sie hätten keine Nebenkosten, sondern Nebeneinnahmen. Möglich ist dies, durch das Kraftwerk Zuhause, das ein Plusenergiehaus sein kann. Wenn Sie ein Plusenergiehaus bauen, versorgen Sie sich nicht nur komplett selbst mit Energie für Warmwasser, Heizung oder Beleuchtung. Sie sind auch autark von Energiepreisen und speisen noch etwas ins Stromnetz ein, womit sich Ihre Nebenkosten in Nebeneinkünfte verwandeln.

Energieerzeugung im Plusenergiehaus

Werden wir wieder sachlich und betrachten die möglichen Energiequellen rund um das Plusenergiehaus. Hier kommen natürlich ausschließlich regenerative Energiequellen in Frage, allen voran Photovoltaik auf dem Dach. In Kombination mit einer thermischen Solaranlage ist auch die Warmwasserversorgung im Plusenergiehaus gewährleistet und es ist kein externer Strom für die Warmwasserbereitung notwendig.

Energieautark im Plusenergiehaus

Damit es insgesamt energieautark bleibt, funktioniert die Stromversorgung im Plusenergiehaus in 4 Schritten:

  1. Stromerzeugung durch Photovoltaik
  2. Stromversorgung für Heizung, Warmwasser oder elektronische Geräte durch Steuerungssystem
  3. Speichern überschüssiger Energie in hauseigener Batterie
  4. Bei vollem Speicher Einspeisung ins Energienetz

Somit kann das Plusenergiehaus nicht nur autark, sondern sogar Energielieferant und letztlich Geldquelle sein.

Heizung und Lüftung

Weitere zentrale Aspekte im Plusenergiehaus sind die Heizung und die Lüftung. Die Heizung in einem Plusenergiehaus kann prinzipiell durch jede Heiztechnik erfolgen, das Konzept Plusenergiehaus erfordert allerdings regeneratives Heizen, wie zum Beispiel mit einer Wärmepumpe.

Im Wesentlichen wird die Heizluft aber ohnehin passiv gewonnen, durch die Sonnenstrahlen, sowie deren Speicherung und Verteilung im Plusenergiehaus durch eine ausgeklügelte Wohnraumlüftung. Diese sorgt zudem auch für den Luftaustausch zu warmer Luft durch frische Luft von außen.

Aktive und passive Maßnahmen

Doch die Deckung von Heizwärmebedarf und die Wohnraumlüftung sind noch längst nicht alle Maßnahmen, die für ein echtes Plusenergiehaus ergriffen werden:

Aktiv:

  • Solarthermie, Photovoltaik
  • Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
  • Wärmepumpe

Passiv:

  • Kompaktbauweise
  • Extrem effektive Wärmedämmung
  • Innere Speichermasse
  • Nach Süden orientiert gebaut
  • Schatten als Schutz vor übermäßiger Hitze

Plusenergie bis ins Detail

Zudem werden für das ultra-effiziente Plusenergiehaus sogar auch Energieeffizienzmaßnahmen bis ins kleinste Detail unterstützt. So werden Bauherren und Hausbesitzer auch belohnt, wenn sie moderne, energieeffiziente Haushaltgeräte nutzen. Besonders bei Kühl- oder Gefrierschränken, Geschirrspülern oder Waschmaschinen liegen hier zusätzliche Potentiale.


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