>Niedertemperaturkessel

Wie funktioniert ein Niedertemperaturkessel?

Wenn Sie Heizkosten sparen und effizient heizen wollen, könnten Sie mit dem Niedertemperaturkessel genau die richtige Heiztechnik für sich gefunden haben. Diese Heizungssysteme gehören zu den modernsten, die es momentan zu kaufen gibt. Sie verursachen weniger CO2-Emissionen als Standardheizkessel, sparen Energie und sind robust sowie preiswert. Was spricht denn eigentlich dagegen? Unser 11880.com-Heizung-Ratgeber klärt Sie auf.

Was machen Niedertemperaturkessel anders?

Niedrigtemperaturkessel
© Gudella - istockphotos.com

Frühere Heizkörper hatten meistens ein Problem: Damit Korrosion im Heizkessel vorgebeugt werden konnte, musste dem Rücklaufwasser im Heizkreislauf kaltes Wasser beigemischt werden. Die Heizungen wurden zudem konstant bei Heizwasser-Temperaturen von bis zu 90°C betrieben. Niedertemperaturkessel machen das anders – wie der Name dieses Heizsystems schon andeutet.

Wie funktionieren Niedertemperaturkessel?

Die Temperaturen innerhalb des Niedertemperaturkessels liegen deutlich unter denen vieler anderer Heizungsarten. Die Vorlauftemperatur wird mittels Temperaturfühler der Umgebungstemperatur angepasst und kann zwischen 30°C und 70°C liegen. Es ist auch eine konstant gleichbleibende Vorlauftemperatur mit dem Niedertemperaturkessel möglich, nicht zu verwechseln mit dem heute als ineffizient und nicht-ökologisch angesehenen Konstanttemperaturkessel.

Weiterentwicklung des Konstanttemperaturkessels

Der Niedertemperaturkessel ist vielmehr als moderne Evolutionsstufe nach dem Konstanttemperaturkessel anzusehen, da innerhalb des Niedertemperaturkessels Temperaturen fließend und stufenlos anpassbar sind, je nach Bedarf und Umgebungstemperatur. Damit verbraucht der Niedertemperaturkessel deutlich weniger Energie als sein konstant auf mindestens 70°C arbeitender Vorgänger.

Auf Niedertemperaturkessel umrüsten

Sollten Sie – wie durchaus auch viele andere – noch mit einem solchen veralteten Konstanttemperaturkessel heizen und jetzt auf Niedertemperaturkessel umrüsten wollen, ziehen Sie dazu einen Fachbetrieb für Heizungsbau zurate. Denn es gibt beim Heizungstausch von Konstant- auf Niedertemperaturheizung einiges zu beachten. So ist ein Niedertemperaturkessel kleiner und das Abgassystem muss dem neuen Heizsystem angepasst werden, um Versottung vorzubeugen.

Verbot von zu alten Niedertemperaturkessel

Wie schon bei den veralteten Glühbirnen, verbietet die EU nur die weitere Produktion, nicht aber den Verkauf von veralteten Niedertemperaturkessel. Anlagen die vor September 2015 gebaut wurden oder eine Mindestraumheizungs-Energieeffizienz von 86 Prozent erreichen dürfen weiter verkauft und eingebaut werden. Mit dem Verbot will die EU veraltete und ineffiziente Heizwerttechnik aus den Haushalten austreiben.

Niedertemperaturkessel für welche Heizungen?

Das Heizsystem eignet sich dank seiner Flexibilität für so gut wie jeden Heizkörper. Wenn Ihre Heiztechnik aus mehreren Heizungsarten besteht, die mit unterschiedlichen Temperaturen versorgt werden müssen, können Sie diese Versorgung von einem Mischer besorgen lassen. Welche Unterschiede hier zwischen den einzelnen Heizungsarten (z. B. Fußbodenheizung und Radiatoren) herrschen, kann Ihnen ein Heizungsfachbetrieb in Ihrer Nähe ganz genau sagen.

Niedertemperaturkessel kombinieren?

Auch sollten Sie die Heizungs-Profis fragen, ob sich in Ihrem Fall die Kombination anderer Heizungssysteme mit dem Niedertemperaturkessel anbietet. Ist nämlich die Heizkraft des Niedertemperaturkessels nicht für den gesamten Bedarf an Heizleistung ausreichend, bietet sich die Kombination mit einer Wärmepumpe an oder Sie setzen statt der Niedertemperatur-Technik auf eine Brennwertheizung – wiederum ein weiterer Evolutionsschritt in der effizienten Heizungstechnik.


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