>Heizung im Sommer

So heizen Sie richtig im Sommer

Endlich Sommer, endlich natürliche Wärme von der Sonne genießen - oder? Die übliche und auch gesetzlich verankerte Heizperiode in Deutschland erstreckt sich vom Oktober bis zum April und danach besteht für Vermieter keine Heizpflicht mehr. Dabei handelt es sich aber nur um eine Richtlinie. Wichtiger als der genannte Zeitabschnitt sind die Außentemperaturen, wenn es um die Heizung im Sommer geht. Ist nämlich Temperatur-technisch kein richtiger Sommer zu verzeichnen und sinken die Temperaturen demzufolge unter einen gewissen Schwellenwert, muss die Heizung im auch Sommer bereit sein. Unser 11880.com-Heizung-Ratgeber sagt Ihnen alles, was Sie zum Thema Heizung im Sommer wissen müssen.

Die gesetzliche Heizperiode

Heizung Sommer
© hrabar - istockphotos.com

Die Heizperiode, innerhalb derer Vermieter die Heizung zur Verfügung stellen müssen, erstreckt sich über den Herbst und den Winter. Was aber, wenn man darüber hinaus noch friert? Was wenn es Anfang Mai zum Beispiel mit 10 oder 12 Grad draußen sehr frisch ist? Kein unmögliches Szenario in Deutschland. Hier sind Vermieter nicht per se verpflichtet, die Heizung noch zur Verfügung zu stellen. Unter bestimmten Umständen sind sie es aber doch.

Gericht entscheidet für Heizen im Sommer

So hat ein Gericht im Falle einer Mietwohnung entschieden, dass bei bestimmten Temperaturen die Heizung im Sommer ebenfalls verfügbar gemacht werden muss. So wurde entschieden, dass wenn die Temperaturen in den Räumlichkeiten der Wohnung zeitweise unter 18°C fallen und die Witterungsverhältnisse auch in den kommenden Tagen absehbar nicht besser werden, Heizen ermöglicht werden muss. Gleichzeitig erachten die Gerichte eine Temperatur zwischen 20 und 22 Grad als ausreichend, für die Nacht 18°C. Die Heizungsindustrienorm DIN 4701 sieht das ähnlich: Wohn- und Schlafräume wenigstens 20 Grad, Bäder 22°C, Flure 15°C.

Mietminderung bei zu viel Kälte

Sinkt dagegen die Temperatur in der Wohnung unter 16°C, muss der Vermieter umgehend aktiv werden, um die Heizung auch im Sommer unverzüglich zu Verfügung zu stellen. Kommt der Vermieter dieser Pflicht nicht nach, können Sie deswegen sogar eine deutliche Mietminderung erwirken. Ist die Heizung ausgefallen, fällt auch die Mietminderung deutlich höher aus. Wichtig hierbei: Bevor Sie solche drastischen Mittel anwenden, sorgen Sie dafür, dass Sie zumindest ein Temperaturprotokoll über mehrere Tage anfertigen und bedenken Sie, dass mit der Mietminderung eine rechtliche Auseinandersetzung einhergehen wird.

Heizpflicht für Mieter

Ganz anders herum: Wenn Sie es aber gerne kalt mögen in den eigenen vier Wänden und gerne mal die Heizungen auslassen, können Sie das bis zu einem gewissen Grad auch tun. Bedenken Sie aber, dass Sie als Mieter auch gewissen Pflichten gegenüber dem Zustand Ihrer Mietsache haben. Wenn Sie zu lange gar nicht heizen, können die Rohre gefrieren und es kann Schimmel in der Wohnung entstehen.

Warmwasserabgabe bei moderner Heiztechnik

Doch zurück zum Thema Heizung im Sommer: Moderne Heizanlagen können stets eine goldene Mitte bei den Heiztemperaturen finden, auch immer Sommer. Sie regeln die Wärme so, dass nur noch für Warmwasser in Bad und Küche, nicht aber mehr für das Heizungswasser zur Verfügung gestellt wird.

Viele neue Heizungssysteme können genau diese Regelung der Warmwasserabgabe unter Rücksicht auf die herrschenden Außentemperaturen besorgen. Diese außentemperaturgeführte Regelungstechnik löst genau das oben beschriebene Problem der dauerhaften Abkühlung.

Raumtemperaturgeführte Regelungstechnik

Heizung im Sommer
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Eine ähnliche Methode ist die raumtemperaturgeführte Regelungstechnik, die die Heizung im Sommer schaltet, wenn die Raumtemperatur unter einen voreingestellten Wert fällt. Hier können Sie - unabhängig von der Außentemperatur - einen eigenen Wert eingeben, bei dem sich die Heizung wieder einschaltet. Empfohlen werden hier zwischen 14 und 16° Celsius.

Heizung im Sommer manuell bedienen

Ältere Heizungssysteme arbeiten noch unter manueller Bedienung. Sie arbeiten oftmals mit hohen Vorlauftemperaturen, die in Richtung Sommer heruntergeregelt werden sollten. Dann wird die Heizung im Sommer auch manuell abgestellt und die Erwärmung des Wassers für Bad und Küche werden ebenfalls manuell reguliert. Hier könnte man als Vermieter oder Hausbesitzer die Wärmephase nutzen, um die Heizung im Sommer auszutauschen, sprich eine Heizungsmodernisierung durchführen zu lassen. 


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