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Bioenergie aus Biogas

Neue Energiequellen sind derzeit voll im Trend, nicht zuletzt wegen verschiedener Förderungen im Zuge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). In vielen Ländern der Welt, aber sehr vorbildlich auch in Deutschland, werden daher Energiequellen erschlossen, die nicht fossil, sondern regenerativ sind. Eine solche regenerative – also sinngemäß sich wiedererschaffende – Energiequelle ist Biogas. Unser 11880.com-Heizung-Ratgeber erklärt diese ökologische Energiequelle und was daran eigentlich „Bio“ ist.

Biogas-Silo
© folewu - istockphotos.com

Biogas per Definition

Biogas entsteht durch die Gärung verschiedener Landwirtschaftlicher Abfälle. Das heißt, während Dünger, Pflanzenreste oder auch tierische Abfälle – zusammen als Biomasse bezeichnet – mit der Zeit Fäuleprozessen unterliegen, entsteht Gas. Dieses Gas, das aus der Gärung von Biomasse entsteht, heißt Biogas. Im Wesentlichen können Sie sich die Prozesse bei der Biogasproduktion etwa wie die Prozesse während der Verdauung vorstellen.

Was kann eine Biogasanlage kosten?

Ungefähr an der kW-Leistung orientieren sich auch die Kosten für eine Biogasanlage. Nach einhelliger Meinung der unserem Portal angeschlossenen Heizungsfachleute bemessen sich die Kosten für eine Biogasanlage auf ca. 2.000 - 7.000 €, je nach Größe und Leistung der Anlage. An der Leistung orientieren sich letztlich auch die Förderungen nach dem EEG.

Welche Typen Biomasse gibt es?

Und wie auch bei der Verdauung, kommt es bei der Biogasaufbereitung auf die Zusammensetzung der für die Gase verantwortlichen Bestandteile an. Zwischen folgenden Arten Biomasse wird somit unterschieden:

  • Phytomasse = Biomasse mit pflanzlicher Herkunf
  • Zoomasse = Biomasse mit tierischer Herkunft
  • Mikrobielle Biomasse = Von Mikroorganismen

Ein weiteres Charakteristikum stellt der Wassergehalt dar (Frisch-, bzw. Trockenbiomasse) und auch zwischen toter und lebender Biomasse wird unterschieden.

Welche Biomasse wird für Biogas benötigt?

Maisfeld
© MaboHH - istockphotos.com

Die Auswahl an Biomasse ist also groß. Bei der Biogasproduktion ist man nicht streng auf eine der Biomasse-Arten beschränkt. Wichtig für die Biogasaufbereitung ist auf jeden Fall Methangas, weswegen es hauptsächlich darum geht, Biogasanlagen mit vergärbaren, biomassehaltigen Stoffen aufzufüllen. Diese können sein: Klärschlamm, Pflanzenteile, nicht genutzte Pflanzen, Früchte oder Gemüse sowie auch Speisereste oder extra für diesen Zweck gezüchtete Energiepflanzen.

Wo wird Biogas hergestellt?

Wahrlich eine richtige Masse, die da in Biogasanlagen angehäuft wird und die auch sofort beginnt, vor sich hinzugären. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, der nicht nur unserer Verdauung ähnelt, sondern tatsächlich auf Verdauung fußt. Und zwar die der Mikroorganismen, die in der Biomasse leben und es darin vor allem auf Eiweiß, Kohlehydrate und Fett abgesehen haben. Bei deren Konsum erzeugen die Mikroorganismen Methan und Kohlenstoffdioxid, die Gase, um die es bei der Biogasproduktion geht.

Wie kann man Biogas zum Heizen nutzen?

Die Art der Aufbereitung unterscheidet sich je nachdem, was mit dem Rohbiogas später geschehen soll. Für die Verwendung als Heizungsgas muss das Rohbiogas zu Biomethan aufbereitet werden. Dies geschieht in den folgenden vier Schritten:

  1. Entschwefelung
  2. Trocknung
  3. Kohlenstoffdioxid vom Methan trennen
  4. Einspeisung ins Erdgasnetz

Wann lohnt sich eine Biogasanlage?

Eine Biogasanlage wirkt sich dann positiv auf die Heizkosten aus, wenn Sie mindestens 200 Kubikmeter Biomethan pro Stunde, bzw. 1 Megawatt oder mehr erzeugen und diese direkt in ein BHKW einspeisen können. Was nicht vor Ort abgesetzt werden kann, kann alternativ eingespeist werden.


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