Fensterheizung – Funktionsweise und Nutzen

Eine Fensterheizung hält Fenster trocken und verhindert dadurch die Bildung von Konsenswasser und Schimmel. Gleichzeitig sorgt sie für ein angenehmes Raumklima. Wir erklären, wie die Fensterheizung funktioniert, welche Formen es gibt und für wen sie sich eignet.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Fensterheizung?

Wenn von einer Fensterheizung die Rede ist, ist damit meist die sogenannte Randverbundheizung gemeint. Dabei handelt es sich um ein elektrisches Heizband, das am Fensterglas montiert wird. Dieses erwärmt die Fensterscheibe. Darüber hinaus gibt es auch die Scheibenheizung. Bei diesen befindet sich eine mehrlagige Metallschicht im Scheibenzwischenraum. Diese strahlt Infrarotwärme aus. Beide Varianten verhindern Feuchtigkeit am Fenster, allerdings ist die Randverbundheizung günstiger und einfacher zu montieren.

Wie funktioniert die Randverbundheizung?

Das elektrische Heizband, das am Fenster angebracht wird, besteht aus Kunststoffstreifen, in die Heizdrähte integriert sind. Das Band wird am Strom angeschlossen und erhält elektrische Impulse. Diese werden in Wärme umgewandelt, wodurch die Fensterscheibe beheizt wird. So bilden sich keine Wärmebrücken, die für Wärmeverluste im Haus sorgen und es kommt nicht zu Feuchtigkeit und Kondenswasser am Fensterrand.

Fensterheizung
Das freut nicht nur die Katze: Die Fensterheizung wird direkt an die Fensterscheibe geklebt und sorgt dort unscheinbar für Wärme.

Braucht man ein Thermostat?

Um unnötige Heizkosten zu vermeiden, kann es sich lohnen, zur Fensterheizung ein Thermostat anzuschaffen. Damit können Sie einstellen, dass nur dann geheizt wird, wenn die Temperatur an der Oberfläche des Glases unter einem bestimmten Wert liegt. Ist es wärmer im Raum, wird das System automatisch abgeschaltet. Ebenso wird der Stromfluss beim Lüften unterbrochen.

Alternativ kann es auch ausreichen, statt eines Thermostats eine Zeitschaltuhr zu verwenden. Hiermit können Sie auswählen, zu welchen Uhrzeiten die Heizung an sein soll. Das Thermostat ist flexibler, die Zeitschaltuhr hingegen günstiger.

Welchen Nutzen hat die Fensterheizung?

Bei niedrigen Temperaturen entsteht schnell Kondensation an Fenstern. Das liegt daran, dass Menschen, Pflanzen und Tiere im Raum Wasser an die Luft abgeben. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit. Ist diese zu hoch, gibt die Raumluft an kühlen Stellen Feuchtigkeit wiederum ab. So bilden sich Wassertropfen.

Durch diese Kondensation altern die Dichtung und das Rahmenmaterial. Außerdem kann es zu Schimmelbildung kommen. Die Fensterheizung verhindert diesen Prozess. Es bildet sich kein Schimmel und die Lebensdauer des Materials wird verlängert. Trotzdem sollten Sie darauf achten, regelmäßig richtig zu heizen und zu lüften.

Darüber hinaus beeinflusst die Fensterheizung das Raumklima positiv, da die Wärme gleichmäßiger verteilt wird. Die Fensterheizung unterstützt somit auch beim Beheizen des gesamten Raums und trägt zum Erhalt der optimalen Raumtemperatur bei.

Fensterheizung gegen Kondenswasser
Kondenswasser am Fenster kann zu Schimmelbildung führen. Eine Fensterheizung verhindert das.

Wichtig: Warum Sie auch mit Fensterheizung regelmäßig lüften müssen!

Sind die Fenster beschlagen, bedeutet das, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist. In diesen Fällen müssen Sie den Raum lüften. Durch eine Fensterheizung bleibt diese Kondensation am Fenster aus. Das heißt aber nicht, dass sie gar nicht mehr stattfindet: Das Wasser kondensiert dann statt am Fenster an kälteren Wandflächen oder Wärmebrücken, wo sich schnell Schimmel bilden kann. Denken Sie also trotz Fensterheizung daran, regelmäßig zu lüften, um dem vorzubeugen. Unser Ratgeberbeitrag richtig lüften und so Schimmelbildung vermeiden hilft Ihnen dabei, gezielt Schimmel zu verhindern.

Für wen eignet sich die Randverbundheizung?

Grundsätzlich ist eine Randverbundheizung oder andere Fensterheizung für alle Häuser geeignet. Besonders zu empfehlen ist sie aber in Altbauten mit schlechter Dämmung. Auch wenn Altbauten nachträglich energetisch saniert wurden, kann es sein, dass sich viel Kondenswasser an den Fenstern sammelt, sodass sich die Anschaffung einer Fensterheizung lohnt.

Welche Kosten kommen auf einen zu?

Die Kosten unterscheiden sich abhängig davon, für welches System Sie sich entscheiden. Eine Rundverbundheizung ist die günstigere Option. Für 1 m² Fensterfläche sollten Sie ca. 100 € einplanen. Bei einer Scheibenheizung können Sie mit ca. 500 € pro Quadratmeter rechnen. Hinzu kommen bei Bedarf die Kosten für ein Thermostat oder eine Zeitschaltuhr.

Einen weiteren Kostenfaktor stellen die Betriebskosten dar. Planen Sie ca. 10 Watt pro Stunde pro Meter Kabel ein. Wenn Sie die Fensterheizung nur in der Heizperiode (185 Tage) verwenden und Sie täglich 6 Stunden heizen, kommen pro Meter Kabel ca. 11 Kilowatt zusammen. Bei einem Strompreis von etwa 30 Cent belaufen sich die Kosten demnach auf 3,30 € pro Jahr und Meter Kabel.

Wie funktioniert die Montage?

Eine Randverbundheizung kann problemlos am Fenster angebracht werden. Die Heizbänder werden einfach an den Rand der Scheibe geklebt und an über eine Steckdose an den Strom angeschlossen. Diese Montage können Sie in der Regel selbst vornehmen und müssen nicht auf einen Handwerker zurückgreifen.

Bei der Scheibenheizung sieht das anders aus: Hier müssen spezielle Fensterscheiben angebracht werden. Das kann in der Regel nur der Experte erledigen. Mit unserer Suche finden Sie erfahrene Fachleute in Ihrer Nähe, die eine Scheibenheizung an Ihren Fenstern anbringen können.

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Kann eine Fensterheizung nachträglich eingebaut werden?

Ja, die Fensterheizung kann auch nachträglich eingebaut werden. Allerdings müssen Sie dabei ebenfalls den Unterschied zwischen den verschiedenen Formen beachten. Die Rundverbundheizung lässt sich schnell und einfach anbringen, während für eine Scheibenheizung die alten Fensterscheiben ausgetauscht werden müssen. Hier kommen wiederum ein größerer Aufwand und höhere Kosten auf Sie zu.

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