>Infrarotheizung

Wie funktionieren Infrarotheizungen?

Schon seit langer Zeit erweist sich die Infrarotheizung im gewerblichen Bereich – zum Beispiel in großen Hallen – als sehr hilfreiche Heizungstechnik. Was aber, wenn man die Infrarotheizung auch im privaten Bereich einsetzen möchte? Geht das? Lohnt sich das? Unser 11880.com-Heizung-Ratgeber durchleuchtet die Infrarotheizung, ihre Technik, ihre Kosten und die Vorteile, die diese Heizungssysteme mit sich bringen.

Infrarotheizung
© Suljo - istockphotos.com

Das Funktionsprinzip einer Infrarotheizung beruht auf einer Strahlungsheizung, die langwellige Infrarot C Strahlen erzeugt. Anders als die meisten anderen Heizungsarten erwärmt die Infrarotheizung dabei aber nicht die Raumluft, sondern die sie umgebenden Flächen. Das Ergebnis: Wände, Böden und auch die Einrichtung werden erwärmt. Die Raumluft fliegt über die erwärmten Wände und Einrichtungsgegenstände und wärmt sich selbst auf, die Raumtemperatur steigt. Vergleichbar ist diese Strahlungswärme etwa mit der von Kachelöfen.

Wie wirken Infrarotheizungen?

Die Wärmewellenheizung wird im Allgemeinen als sehr angenehm und komfortabel bezeichnet. Zudem bieten sie raumgestalterisch ganz neue Freiheiten – sie können als Bilder- oder Spiegelheizung eingesetzt werden. Bonus: Sie können Infrarot Heizungen auch im Außenbereich verwenden, um dort für wohlige Wärme zu sorgen. Das Gefühl und die Wärme, die diese Infrarot Heizungssysteme erzeugen, gleicht dem direkter Sonnenstrahlung, wobei die Heizluft in jeder Raumluftschicht gleich hoch ist. Dadurch, dass Infrarotheizungen nicht die Luft während der Wärmeerzeugung aufwirbeln, entsteht dabei auch keinerlei Staubflug. Das sorgt für stets frische Luft und bessere Allergieverträglichkeit.

Vorteile der Infrarotheizung

Und damit sind schon zwei der herausstechenden Vorteile einer Infrarotheizung genannt, doch wir nennen Ihnen noch mehr:

Vorteil Günstig: zwischen 200 und 1.500 €
Vorteil Geeignet für Allergiker
Vorteil Keine Luftaufwirbelung
Vorteil komfortables Heizluftgefühl
Vorteil braucht wenig Platz
Vorteil raumgestalterisch gut integrierbar
Vorteil kaum Wartungskosten
Vorteil kein Schornsteinfeger
Vorteil begünstigt nicht die Schimmelbildung
Vorteil heizt hohe Räume besser
Vorteil keine staatlichen Auflagen

Die Infrarot Heizung erwärmt Wände und Gegenstände schnell und braucht eine kurze Vorheizzeit sowie Nachheizzeit.  Durch ihr Wirkungsprinzip eignet sie sich vor allem für hohe Räume, da ja nicht die Luft erwärmt wird, welche sich beim Erwärmen im oberen Bereich des Raumes sammeln würde (aus diesem Grund kommen Infrarotheizungen so oft als Deckenstrahler in Industriehallen zum Einsatz).

Nachteil Stromverbrauch und Effizienz

stromverbrauch
© Stadtratte - istockphotos.com

Dem stehen jedoch einige Nachteile gegenüber. Da nur angestrahlte Objekte warm werden, kann das Wärmeempfinden in „leeren“ Stellen des Raums nachlassen. Den größten Nachteil stellen aber die Heizkosten dar. Denn Infrarotheizungen erfordern eine ganze Menge Strom im Betrieb, ein Nachteil den sich dieses Heizungssystem als Elektroheizung generell mit allen Vertretern dieser Heizungsart teilt. Ohne eine gute Dämmung wird die Heizleistung im Übrigen massiv verringert. Unabhängig vom Einsatz einer Infrarotheizung sollten Sie aber bei einem niedrigen Dämmstandard in eine gute Dämmung investieren, um Heizkosten zu sparen!

Dazu sei aber erwähnt, das der zugeführte Strom in der infrarotbetriebenen Wärmewellenheizung äußerst effizient genutzt wird: Infrarotheizungen nutzen mindestens 85% und teilweise fast 100% des zugeführten Stroms für die Wärmeerzeugung! Liegt also eine gute Dämmung vor, kann die Infrarot Heizung kurz laufen, dabei insgesamt wenig Strom verbrauchen und Wärme erzeugen, die lange im Haus verbleibt. Heizungen dieser Art können aber auch einfach und effektiv in seltener genutzten Räumen verwendet werden, wie Werkräumen, Partykellern und dergleichen.

Effizienz der Infrarotheizung steigern

Und Sie können Ihrer Infrarotheizungen sogar auf individuelle Weise noch wirkungsvoller machen, indem Sie nach folgendem Motto vorgehen: Je voller der Raum, umso besser die Infrarotheizung. Infrarotheizungen sind nicht nur als gestalterische Elemente in das Raumdesign integrierbar. Die Wärmewellenheizungen interagieren auch mit der Einrichtung. Ihre Wärme wird nämlich von der Einrichtung absorbiert, wodurch Böden, Decken, ja sogar die Stühle oder Sofas die Wärme selbst abgeben. Wenn ein Raum, der mit einer Infrarotheizung erwärmt wird, also leer ist, kann die Effizienz der Infrarotheizung sinken. Vollere Räume sind effizienter geheizte Räume.

Kosten für die Infrarotheizungen und den Betrieb

Grundsätzlich müssen Sie pro Quadratmeter Raum mit 50 bis 100 Watt Heizleistung rechnen. Um einen 30 qm großen Wohnraum zu heizen, benötigen Sie entsprechend mindestens vier 400 Watt Infrarotheizkörper, die ihrerseits rund 350 € pro Stück kosten. Realistischerweise sollten Sie jedoch eher 6 Stück einplanen.

Eine Betriebsstunde eines Infrarotheizkörpers verbraucht dabei 0,4 kW/h Strom. Bei einem Strompreis von 30 Cent / kWh (Vergleich: Gas liegt bei 6 Cent / kWh!) kostet Sie der Betrieb einer einzelnen Infrarotheizung mit 400 Watt Heizleistung entsprechend 12 Cent. Bei den realistisch eingeplanten 6 Heizkörpern kostet Sie das Beheizen des ganzen Raums 72 Cent die Stunde. Bei 180 Heiztagen pro Jahr und 8 Stunden Betrieb pro Tag ergeben sich für diese 6 Infrarot Heizkörper zusammen Heizkosten von 1.036,80 € pro Jahr. Bei schlechter Dämmung kann sich dieser Wert gut und gerne um 50 % oder mehr erhöhen.

Infrarotheizung: Wärmender Wandschmuck

Besonders auffällig als Unterschied von Infrarotheizungen zu den meisten anderen Heizungsarten ist die mögliche Integration der vielseitigen Infrarotheizungen in die Raumgestaltung. So können Sie die Infrarotheizung in Ihre Räume integrieren:

  • Spiegelheizung
  • Glasheizung
  • Tafelheizung
  • Bildheizung
  • Mobile Infrarotheizung

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