Was ist das Heizungslabel?

Energieeffizienz ist bereits in vielen Bereichen des Alltags und auf vielen elektronischen Geräten verschiedener Arten seit langer Zeit ein zentrales Thema. Energieeffizienz begegnet Ihnen zum Beispiel bei Ihren Lampen, wo vor mehreren Jahren schon der Austausch der alten Glühbirnen durch neue, moderne und effizientere Leuchtmittel vorangetrieben wurde. Und auch auf elektronischen Großgeräten können Sie Energieeffizienz sozusagen sehen, und zwar auf den charakteristischen Energieeffizienz-Labels. Das sind die mit den bunten Streifen, die angeben, wie energieeffizient ein Gerät arbeitet und genau dieses Label gibt es jetzt auch für Heizungen. Welchen Effekt das Label für unseren Alltag hat, welche Geräte ein Heizungslabel brauchen und alle Fristen rund um das Heizungslabel – all das erfahren Sie hier und jetzt in unserem 11880.com-Heizung-Ratgeber.

Heizungslabel
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Das Heizungslabel ist eine Variante der bereits seit einigen Jahren eingeführten und mittlerweile weit verbreiteten Energieeffizienzlabel, auch einfacher EU-Label genannt. EU-Label ist deswegen ganz passend, weil die Labels von der Europäischen Kommission eingeführt wurden. Die Motivation dahinter ist die Kennzeichnung der Energieeffizienz von verbrauchsrelevanten Geräten. In diese Klasse gehörten bislang zum Beispiel Kühlgeräte, Wäscheautomaten, Klimaanlagen oder Spülmaschinen, also Geräte, die durchaus eine Menge Energie verbrauchen können und wo sich Energieeffizienz lohnt und gut bemessen lässt.

Energieeffizienz ist Ihre Entscheidung

Ein weiterer Effekt betrifft Sie, die Endverbraucher selbst durch das EU-Label. Denn sowohl bei den Heizungen, wie auch bei allen anderen verbrauchsrelevanten Geräten sollen die Labels Ihnen bei der Auswahl hin zu einem effizienteren Gerät helfen. Das ist schließlich nicht nur gut für die Umwelt, sondern schlägt sich auch nieder in einer geringeren Verbrauchsrechnung. Ihre Entscheidung hin zu einem Gerät mit einer besseren Energiebilanz hat wiederum den für die Hersteller motivierenden Effekt, effizientere Geräte herzustellen.

Wie muss man das Heizungslabel lesen?

Ist Ihre Entscheidung nun auf ein entsprechendes Gerät gefallen und haben Sie sich nun eine Heizung mit dem Heizungslabel gekauft, wollen Sie natürlich auch genau wissen und verstehen, wie effizient Sie nun heizen. So lesen Sie das Heizungslabel:

  • Modell und Hersteller
  • links die bunte „Effizienz-Treppe“, dabei gilt je höher und näher an grün, desto besser
  • rechts neben der Treppe eine Einordnung der Energieeffizienz in Buchstabenform und ggf. Pluszeichen, wobei (momentan) A++ die höchste und G die niedrigste Stufe darstellt.
  • Links unter der bunten Skala finden Sie die Lautstärke des Geräts in Dezibel (dB)
  • Gegenüber der dB-Angabe die Wärmenennleistung
  • Ganz unten links steht das Jahr der Einführung der Plakette...
  • ...und gegenüber die Nummer der entsprechenden EU-Verordnung

Heizungslabel bei komplexeren Anlagen

Bei all den interessanten Informationen auf dem Heizungslabel: Von zentralem Interesse sind die Buchstaben von G bis A, bzw. bis A++. Dabei werden auf dem Heizungslabel die Buchstaben bis zum einfachen A in der Regel für einfache Heizungsanlagen ausgegeben. Höhere, bessere Auszeichnungen können etwa mit einer Verbundheizungsanlage mit Elementen der Erneuerbaren Energien erreicht werden. Generell werden solche und ähnliche Verbundanlagen nicht mit einem simplen Heizungslabel, sondern mit einem Paketlabel versehen, um die Leistung des Verbunds darzustellen.

Besondere Heizungslabel für Verbundanlagen

Hierbei spielen neben Elementen aus den Erneuerbaren Energien auch separate Thermen, Kamine, Wärmespeicher oder Kessel eine Rolle. Hier entsteht eine große Vielzahl an Heizungslabels, da im Prinzip für jede denkbare Kombination ein Label erstellt werden muss. Zudem muss das Heizungslabel auch Aufschluss darüber geben, welche Komponenten an der Heizungsanlage beteiligt sind.

Wann ist das Heizungslabel Pflicht?

kalender
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Aber für welche Heizungen ist das Heizungslabel Pflicht? Stichtag Nummer eins war der 26.09.2015. Seit diesem Datum müssen alle neu an den Handel ausgelieferten Geräte, die unter die Ökodesign-Richtlinie fallen, mit dem Heizungslabel ausgestattet werden. Das gilt allerdings nicht für Zwischenhändler, die ihre Geräte ungekennzeichnet vor dem 26.09. erhalten und diese noch auf Lager haben.

Heizungslabel für Altgeräte

Das heißt, ein Handwerker könnte ein Gerät aus einem solchen Zwischenzeitraum auch noch ohne Heizungslabel installieren. Mit einem bereits installierten, viel älteren Gerät kommt man heutzutage, bzw. seit dem 01.01.2017, nicht mehr so einfach davon. Alle Heizungsgeräte, die mehr als 15 Jahre alt sind, stehen im berechtigten Verdacht, viel zu ineffizient zu arbeiten. War die Kennzeichnung mit dem Heizungslabel zunächst ein Jahr lang noch freiwillig, ist sie seit 2017 Pflicht.

Fristen rund ums Heizungslabel

Die Label-Pflicht bei Heizungsgeräten verläuft als in mehreren Phasen, das ist durchaus Gang und Gäbe bei Umweltlabels. Seit dem 26.09.2015 gibt es auch bei Heizungen Effizienzlabels, seit 2016, bzw. 2017 auch für Altgeräte. Seit dem 1. April 2017 dürfen Feststoffheizungen gar nicht mehr abgenommen werden.

Im Jahr 2019 wird es eine Verschärfung im Heizungslabel geben, wonach es an der Spitze der Skala auch die Energieeffizienzklasse A+++ geben wird. Gleichzeitig werden die Klassen E, F und G vollständig entfallen.

Effizienzverschiebung heutiger Geräte

Hier ist für Sie Achtung geboten, denn mit dieser Verschiebung der Effizienzklassen wird auch einhergehen, dass heute produzierte und genutzte Geräte durch in Zukunft noch effizienteren Geräte auf niedrigere Stufen verdrängt werden. Das bedeutet, dass Geräte, die heute noch im grünen Bereich rangieren im Jahre 2019 als nur noch mittelmäßig effizient eingestuft werden könnten.

Hauseigner? Mieter? Vermieter? - Wer muss das Heizungslabel beschaffen?

Wenn Sie nun gleich loslegen und sich ein Heizungslabel beschaffen wollen: Für die Anbringung ist Ihr Schornsteinfeger zuständig. Allerdings sind Eigentümer oder Mieter von Heizungsanlagen dazu verpflichtet, die Anbringung zuzulassen. Auch müssen Sie nicht die Kosten dafür übernehmen, da das Labelling vom Staat gefördert wird, um die höhere Energieeffizienz voranzutreiben. Eine Pflicht zum Heizungswechsel entsteht dadurch jedoch nicht.


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